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Autismus-Diagnostik bei Kindern und Jugendlichen

Die Autismus-Diagnostik bei Kindern und Jugendlichen mit dem Verdacht auf eine Autismus-Spektrums-Störung (ASS) ist ein mehrstufiger Prozess, der spezialisierte Klinische PsychologInnen erfordert. Die Diagnose basiert primär auf standardisierten Verhaltensbeobachtungen, spezialisierten Interviews und sozialen Interaktionssituationen.

Foto: KatarzynaBialasiewicz

Standardisierte Testverfahrenin der Autismus-Diagnostik

Die Diagnostik umfasst meist eine Kombination aus mehreren wichtigen Inhalten:

ADOS-2 (Autism Diagnostic Observation Schedule): Eine interaktive Verhaltensbeobachtung, bei der das Kind/ Jugendlicher in spielerischen oder sozialen Situationen gezielt zu Interaktionen angeregt wird.

ADI-R (Autism Diagnostic Interview-Revised): Ein ausführliches, strukturiertes Interview mit den Eltern über die frühe Kindheit und aktuelle Auffälligkeiten des Kindes.


Weitere Bestandteile der Untersuchung

Zusätzlich werden oft folgende Bereiche abgeklärt, um die Diagnose abzusichern oder alternative Ursachen auszuschließen:

  • Intelligenz- und Entwicklungsdiagnostik (z.B. WISC-V).
  • Sprachdiagnostik zur Einschätzung der Kommunikationsfähigkeiten.
  • Medizinische Ausschlussdiagnostik, wie Hör- und Sehtests oder neurologische Untersuchungen (z.B. EEG bei Verdacht auf Epilepsie).
  • Fragebögen (z.B. M-CHAT für Kleinkinder, SRS, FSK usw.) zur Erfassung von sozialen Interaktionen und Symptomen im Alltag.

Bei der Abklärung von komorbiden Erkrankungen wie z.B. ADHS, TICS, Zwangsstörungen kommen noch andere psychologische Testverfahren zum Einsatz.

 

Autismus-Diagnostik bei Kindern und Jugendlichen in Wien

Frühe Warnzeichen mit Indikation zur weiteren Abklärung im Rahmen einer klinisch-psychologischen Diagnostik

Eltern sollten bei folgenden Beobachtungen einen Kinderarzt und/oder Klinische PsychologIn für eine erste Einschätzung kontaktieren:

  • Fehlender Blickkontaktoder fehlendes soziales Lächeln.
  • Verzögerte Sprachentwicklung
  • Wiederholtes/stereotypes Spielverhalten
  • Überempfindlichkeitgegenüber Reizen wie Lärm oder Berührungen.
  • Schwierigkeiten in sozialen Beziehungen mit Gleichaltrigen

Abschluss der Diagnostik

  • Besprechung der detaillierten Ergebnisse der klinisch-psychologischen Diagnostik
  • Verhaltenstherapeutische Unterstützungsmaßnahmen (Therapieplan zur optimalen Unterstützung für die weitere Entwicklung)
  • Zusammenarbeit mit dem Kindergarten/Schule

 

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